Blindschleichen, Gräben und ein Fenster

Die Muskeln schmerzen. Ein Graben nach dem anderen wird ausgehoben, Regenrohre und manchmal auch zusätzliche Elektrokabel rein und flugs wieder zugemacht.
Der Stolz am Abend beim Bierchen am Grill ist unbeschreiblich: eben selbstgemacht!

Übrigens sind wir beim Aufräumen des Grundstücks auf sehr possierliche Blindschleichen gestoßen. Die drei eher kleinen Exemplare genossen die Frühlingssonne und fühlten sich offensichtlich rundum wohl. Ein schönes Fleckchen Erde, dass wissen also nicht nur wir zu schätzen.
20160403_092126

Die gute Nachricht des Tages ist die, dass unser richtiges Fenster auf dem Weg zu uns ist. In einem der Kinderzimmer wurde ein Fenster mit falschem Anschlag geliefert und erst mal eingebaut, bis das richtige ankommen würde. Eine ganze Weile mussten wir darauf warten, aber ein Grund für die lange Wartezeit ist sicher, dass die Firma Nordan Anfang Dezember 2015 überschwemmt worden war. Was für ein Schreck!
Dann war ich heute bei einem großen schwedischen Möbelhaus und habe die Küche bestellt. Am Dienstag wird sie angeliefert werden und wir wollen sie selbst aufbauen. Mal sehen, wie wir uns dabei anstellen. Was ich sofort mitgenommen habe, sind die Griffe und die Mülleimer. Haha!

Die neuesten Innenansichten muss ich jetzt hier auch mal anbringen, diesmal mit den schönen Fußleisten:

 

Advertisements

Es werde warm!

Und das nicht nur draußen im Freien, sondern auch drinnen!
Herr Preller rief heute gegen Mittag an, um die frohe Botschaft höchstpersönlich zu verkünden. Eine heiß ersehnte Nachricht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Laminat-Fußböden sind fertig verlegt, die Vinylböden größtenteils.
Die Fußbodenleisten hatten wir beim Baumarkt erst bestellen müssen und nun geben sie den Räumen den letzten Schliff.

Fehlen nur noch die Bäder. Irgendwie haben wir den Fliesenleger zeitlich nicht ganz so gut eingetaktet, aber in der nächsten Woche legt er los und dann geht es bestimmt ganz schnell mit Wanne, Dusche & WC.

Unsere „neue“ Nachbarin reichte uns in der letzten Woche einen Eimer voller Krokusse und Schneeglöckchen über den Zaun. Das war eine Freude! Meine erste Pflanzaktion!
Über den Bau gerettet haben wir vier Johannisbeersträucher, die teilweise sehr nahe an der Terrasse stehen. Allesamt treiben sie in diesen sonnigen Frühlingstagen grüne Knospen aus. Herrlich, der Natur beim Erwachen über die Schulter zu schauen!

Heizungs-Countdown

Ich bin ja bekennende Freundin der deutschen Sprache, aber auf das schöne Wort Countdown will ich hier keinesfalls verzichten.
Fa. Preller hat inzwischen alles getan, dass die Heizung in Betrieb gehen kann:
bis Mittwochabend alles aufgebaut, befüllt und angeschlossen, daraufhin noch schnell die Zustimmung des Schornsteinfegers zur Bestellung des Gaszählers eingeholt, dann ab mit dem Antrag zum Gasversorger.
Die Heizung wird natürlich erst laufen, wenn dieses Zählwerk angebaut ist.
Nun zählen wir also die Tage, bis der Zähler da ist.

IMG-20160323-WA0003

Jetzt wird gebuddelt,

… und zwar aus eigener Kraft. Mit Schaufel, Spaten und einer guten Portion Tatendrang haben wir uns ans Werk gemacht und damit begonnen, den ersten Graben für die Regenentwässerung auszuheben. Nebenbei konnten wir gleich noch überschüssigen Füllsand abtragen, der an einigen Stellen recht nah an die Holzverkleidung heranragt. So richtig macht Draußenarbeit noch keinen Spaß, weil es eher kalt und ungemütlich ist. Aber nach den ersten Metern ist die Kälte vergessen und man merkt, welche Muskeln ansonsten viel zu selten benutzt werden.
Rohre und Verbindungsstücke gibt es im Baumarkt zu kaufen, die Wasserwaage hilft, das richtige Gefälle zu schaffen. Am schönsten ist dann der Moment, in dem alles wieder zugeschaufelt wird. Man blickt stolz auf die frisch bewegte Erde, klopft einander auf die Schultern und versucht, nicht darüber nachzudenken, wie viele Meter noch vor einem liegen.

IMG_5944

Sehr zu unserer Freude waren am Samstag auch die Heizungsfachmänner vor Ort.
Nun prangt auf dem Dach eine Solaranlage, die bald für warmes Wasser sorgen wird.
Wenn ich gerade über Heizung und Wärme schreibe: leider ist es im Haus immer noch nicht warm.
Die Wände sind gespachtelt und beinahe fertig gemalert, der Fußboden ist fast überall verlegt, die schöne Treppe lässt das wackelige Leiterklettern vergessen: aber es ist immer noch saumäßig kalt im Haus.
Jedoch sind wir guter Dinge, dass die Heizung bald in Betrieb geht und wir langsam und vorsichtig auf Temperatur kommen. Außerdem steigt die Sonne inzwischen immer höher und ganz bestimmt hält der Frühling bald Einzug – so wie wir…

Nach Ostern hat sich der Fliesenleger angekündigt.
In den Bädern werden wir große weiß glänzende Wandfliesen verwenden und schöne Kontrastfarben für Wände, die nicht unbedingt gefliest werden müssen. Das Bad unten bekommt einen Vinylfußboden und das Bad oben wegen der bodengleichen Dusche Fliesen, einige davon mit einem Muster. Auf die Fotos freue ich mich schon jetzt!

Treppengeflüster

Sie ist da! Unsere abgefahren-außerirdisch schöne Treppe! Da gehen mir glatt die Worte aus…
Von Baustelle mag ich ab heute gar nicht mehr reden: eine Treppe ändert den Charakter eines Hauses schlagartig und grundlegend.
Noch ein wenig verhüllt und geschützt durch naturfarbene Pappe auf Handläufen und Stufen.
All die gut gemeinten Ratschläge erfahrener Hausfrauen und -männer, die praktischen Bedenken wegen dunkler Hand- und Fußabdrücke haben wir weggewischt. Da ist er – ein doppelt gewendelter Traum in weiß.

erstes Blau

Angesichts dieser Überschrift stellt meine mir beim Schreiben über die Schulter schauende Familie sofort Mutmaßungen darüber an, wer auf unserer Baustelle wann und wie viel getrunken hat.^^hick^^
Ich selbst bin gerade völlig nüchtern, stoße jedoch immer mal wieder gern auf unsere Fortschritte an. Wo ist der Wein?!

Es gibt Arbeiten, die erfordern Zeit, Kraft und Ausdauer. Wie viel Fleiß und Mühe ihnen innewohnen, sieht man ihnen nicht im Geringsten an. Solange sie nur gründlich und ordentlich gemacht sind, spricht kein Mensch darüber.
Zum Beispiel übers Spachteln und Schleifen. Immer wieder aufs Neue; noch ein Gang und noch einer.
Und dann gibt es Arbeiten, die gehen einem leicht von der Hand, und hast-du-nicht-gesehen steht man – im Idealfall – staunend vor dem Ergebnis. Das sofort ins Auge fällt. Über das geredet wird. Zum Beispiel über Raumfarben und Fußbodenbeläge.
Es ist wie im richtigen Leben: gegen Rampensäue haben Mauerblümchen einfach keine Chance.
Deshalb habe ich heute  auch keine Fotos von Spachtel&Schleif, sondern nur von Farbe&Fußboden.

 

Auch außerhalb der 4 Wände habe ich heute schöne Fotos gemacht: wir haben schon etwas Holz vor der Hütte liegen und die Hütte selbst…  eine Augenweide!

nach 13 Wochen…

… sieht es im – zugegeben recht kalten –  Haus licht und hell aus.
Der Hauswirtschaftsraum ist sowas von bereit für die Installation der Heizung:
fertig gefliest und frisch geweißt.

20160227_150808
Der Flur ist auch schon fertig gespachtelt, mit Malerflies beklebt und wird noch vor dem Einbau der Treppe, die wahrscheinlich in der 10. Kalenderwoche kommen wird, gestrichen.
Die Maler haben ordentlich geschafft und arbeiten sich Stück für Stück vorwärts. Wir haben uns auch endlich entschieden, welche Farben wir in welchen Räumen haben wollen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man wieder eine der vielen Entscheidungen abhaken kann (seit den ersten Planungen des Hauses geht das nun schon so…)
Gestern haben wir gefühlte 1,5 Tonnen Laminat und Vinyl ins Haus gebracht. Mit dem Verlegen können wir erst beginnen, wenn der Estrich auch wirklich trocken genug ist. Unser Fliesenleger hat da ein passendes Messgerät…
Die Fenster sind mit Rahmen und Fensterbrettern versehen – es ist eine Pracht.
Die schwedischen  Innentüren der Firma Swedoor sind unglaublich leichtgängig und sehen wunderschön aus.

 

Dream-Teams

In dieser Woche geht es im Haus zu wie in einem Bienenstock: der Tischler setzt Innen- und Außentüren ein, bringt überall Leisten an die Decke und an Türen und Fenster. Nebenan spachteln die beiden Maler was das Zeug hält und würden wohl gern sehen, dass der Tischler nicht ganz so schnell ist…
Dazwischen die Elektriker, die Kabel ordnen, Steckdosen und Lichtschalter anbringen, den Schaltkasten mit Inhalt füllen und die Übersicht behalten.
Heute beginnt der Fliesenleger schon damit, den Boden des Hauswirtschaftsraums zu grundieren.
Es geht also mit Riesenschritten voran. Wieder mal!

Innenausbau – Zeit für den Tischler

Weil ich mit dem Zählen der Bautage in der letzten Zeit immer mehr durcheinander kam, verzichte ich ab heute darauf. Schließlich will ich schreiben und nicht zählen!
Heute hat sich der Akost-Tischler in unserem Haus eingestellt. Zuerst hat er die schöne Haustür eingesetzt. Danach rief er uns an und befeuerte so unsere Neugierde auf die Fotos, die mein liebster Papa uns dann im Laufe des Abends schicken würde. Er notierte sich alle künftigen Fußbodenhöhen und hat dann fleißig im Haus gewirbelt.

 

Auch die Elektrischen waren da und haben das Kabelgewirr im HWR gezähmt.
Nun ist alles brav im Kasten.

 

Start frei für Spachteln & Co.

Am vergangenen Freitag, also 11 Wochen nach Beginn des Hausbaus, war es soweit: die (erweiterte) Rohbau-Abnahme stand an.
Der Akost-Bauleiter traf sich mit uns und unserem Bauüberwacher auf der Baustelle, die schon fast gar keine mehr ist.
Fassade, Dach, Terrasse, Wände, Fenster, Fußboden, sogar die Be- und Entlüftungsanlage; alles wurde inspiziert und für sehr gut befunden. Damit fällt auch der Startschuss für die Eigenleistungen, sprich Spachtel- und Malerarbeiten, Fliesen- und Fußbodenverlegen.

Wir haben uns nun doch entschieden, den Fachmann an die Wand zu lassen.
Der Maler unseres Vertrauens spachtelt, verklebt Malerflies und verkleidet auch noch den Schornstein mit Gipskarton. Mit dem HWR und dem Treppenbereich hat er schon angefangen, damit dort Raum für die Installateure bzw. Treppenbauer ist, wenn sie kommen.
Mit dem Fliesenleger sind wir auch einmal durchs Haus spaziert. Auch er wird den HWR-Raum zuerst in Angriff nehmen.

Auch haben wir nun endlich unsere Fußbodenbeläge bestellt – beim Baumarkt. Einiges ist als Lagerware vorhanden, anderes wird auf Bestellung geliefert. Ohnehin muss der Estrich noch etwas „ruhen“ und trocknen.