Wer die Wahl hat…

Je mehr Möglichkeiten, desto weniger kann man sich entscheiden! Das geht mir nicht nur im Supermarkt so. Am liebsten gehe ich mit einem Einkaufszettel los und schalte den zielorientierten Tunnelblick ein, um vor den prall gefüllten Regalen nicht zu kapitulieren. Meine bessere Hälfte geht da wesentlich pragmatischer vor: kenn ich – rein in den Korb!

Aber ein Haus ist schließlich kein Einkaufswagen und die Farbauswahl sollte doch machbar sein! Oder?
Bevor wir uns näher mit dem Thema Hausbau beschäftigt haben, waren wir uns ganz sicher, dass es ein Holzhaus mit schwedenrotem Anstrich sein sollte.
So wie bei Petterson und Findus, Michel und Pippilotta.
Dann sahen wir das Foto dieses wunderschönen Hauses – und waren hin und weg!

Quelle: http://www.akost-hausbau.de/gui/houses/12752891353761/images/ansicht/large/11IMAG3388.jpg

Wie schön ein graues Haus aussehen konnte, hatten wir bis dahin niemals in Erwägung gezogen.

Das Gute an Akost-Häusern ist, dass die Holzfassade grundiert und offen für alles ist.
Man kann die Bretter sofort während des Hausaufbaus streichen, also wenn die Rüstung noch steht. Allerdings arbeitet ein solches Holzhaus gerade in der Anfangszeit recht stark, so dass in diesem Fall sogenannte Setzungsstreifen entstehen.
Oder man wartet jedoch etwas. Dann hat man viel Zeit, sich das Haus in verschiedenen Farben vorzustellen. Nicht nur das Haus setzt sich, sondern auch die Aufregung darum.

Es ist ein riesiger Unterschied, etwas auf dem Papier zu visualisieren oder an Ort und Stelle. Steht man direkt vor dem Haus, lassen sich die Lichtverhältnisse und Proportionen besser einschätzen. Mitunter kommt man zu ganz neuen Ideen.
Zwischenzeitlich waren wir schon wieder beim Schwedenrot angelangt, ein Sonnengelb oder ein Graublau hätte es auch gut sein können, aber mit der großen Terrasse im Blick haben wir wieder ein freundliches Grau favorisiert.

Vardegra

Vardegra

Unsere Baufirma Akost empfiehlt Farben der norwegischen Firma Tjæralin. Wir beziehen sie über unseren Hausverkäufer, Christian Dalle.

Im Musterhaus Schöneiche kann man die unterschiedlichen Farbtöne  direkt am Holz sehen. Und im Internet gibt es einen hübschen Fassaden-Konfigurator, an dem man allerlei Varianten durchspielen kann.
Natürlich guckt man sich auch die vielen Akost-Blogs an: ein Haus schöner als das andere! So hat mein Entscheidungsproblem hin und wieder neue Nahrung.

Jetzt müssen wir uns nur noch ums Hochkommen kümmern. Rüstung, Hubsteiger, laaange Leitern: der Fantasie sind auch hier kaum Grenzen gesetzt.

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Träume werden wahr

Die erste Nacht im neuen Haus! Am Pfingstsamstag hatten wir es also geschafft.
Den Transporter bis unters Dach hoch beladen, ein Hänger voller Betten und Matratzen.
Ausgerüstet mit Staubsauger, Handfeger, Schrubber und gefühlten 1003 Putzlappen ging es dem letzten Baustaub und den Farb- und Kleberesten an den Kragen.
Hausarbeit kann wirklich Spaß machen, wenn man ein solch schönes Ziel vor Augen hat. Sogar alle unserer Kinder wirbelten fleißig mit, die sich ansonsten von derartiger Arbeit so fern wie möglich halten, wenn nicht elterlicher Zwang sie nötigt.
Nach dem ganzen Schrauben und Buckeln und Putzen war das „Erste-Mal-im-Haus-schlafen“ die Belohnung schlechthin.

Die Fenster sind nicht nur Augenweiden, sondern – und jetzt spricht die praktisch veranlagte Hausfrau – lassen sich auch richtig gut saubermachen. Nicht genug, dass man die Sprossen ausklappen kann, die ganze Verarbeitung der Fenster macht das Putzen zum Kinderspiel.

Weil wir keine Dachfensterliebhaber sind, haben wir in den oberen Zimmern sehr große Drehkippfenster einbauen lassen. Sie bestehen neben dem normalen Fensterflügel aus einem festen Glaselement, das sich optisch dem Fenster anpasst. Hell und wunderbar!

Leider kann man nicht einfach Schnipp! machen. Alles scheint länger zu dauern als gedacht. Aber mit jedem Schritt kommen wir der Sache näher: die Küchenmöbel warten nur noch auf die Arbeitsplatte.
Weil wir erst aufbauen und dann noch mal messen wollten, haben wir die Arbeitsplatte nicht rechtzeitig geordert. Glücklicherweise gibt es aber im benachbarten Hauswirtschaftsraum ein Waschbecken mit Warmwasser-Anschluss. So ist die Küchenübergangsphase eben ein wenig rustikal.
Bis alles an Ort und Stelle sein wird, dauert es eben seine Zeit.

Was man in der ersten Nacht unter einem neuen Dach träumt, soll wahr werden. Bloß schade, wenn man sich nicht oder nicht so richtig daran erinnern kann.
Wahrscheinlich schläft man nach einem Einzug ohnehin wie ein Stein, weil Körper und Geist heftig nach Regeneration verlangen.
Sei’s drum – Traum geträumt im Traumhaus!

Badewelten und Küchenträume

Eigentlich wollte ich nach drei oder vier Aufbautagen stolz die Fotos der fertigen Küche hochladen.
Aber gut Ding will Weile haben und Ungeduld macht es nicht besser. Inzwischen haben wir uns eingefuchst und können die Schubladen sozusagen im Schlaf aufbauen. Aber dass das trotzdem immer alles so lange dauern muss…

Seit dem vergangenen Mittwoch sind unsere Bäder toilettenmäßig voll erschlossen.


Das blaue Baustellenörtchen brauchen wir nun nicht mehr.

Endspurt

Wenn man die Küchenmöbel aufbaut, ist es schon fast ein bisschen wie einziehen.
Jetzt zeigt sich, ob man am 3D-Planer richtig gemessen, geschoben und visualisiert hat. Was sich auch zeigt ist, dass man miteinander Dinge auf die Beine stellen, dass man gut miteinander arbeiten kann. Wir lieben es, Möbel zusammenzuschrauben. Hätten wir nur ein wenig mehr Zeit! Leider ist an den normalen Wochenenden nicht so viel dran. Dreht da etwa jemand an der Uhr?
Aber es gibt gute Nachrichten – zwei lange Wochenenden stehen uns bevor!!!
Carpe diem et noctem!IMG_6112

an den Winter denken

Dieser April mit seiner kühlen Grundtendenz macht es einem recht leicht, an den kommenden Winter zu denken.
An das Thema Ofen sind wir zugegebenermaßen eher blauäugig herangegangen.
Schön sollte er sein. Unsere Favoritin heißt – nein hieß Rosetta von La Nordica.
Ein wunderschöner Küchenofen mit roten Kacheln.
Ofen2Als wir dann auf anderen Blogs gelesen haben, dass für Häuser mit weitgehend dichter Gebäudehülle und balancierter Be- und Entlüftung nur Öfen mit Frischluftzufuhr von außen verbaut werden dürfen, mussten wir uns neu ausrichten.
Rosetta gibt es eben nur klassisch.

Das Netz ist groß und weit, aber das Angebot an Herdöfen mit Außenluftanschluss sehr übersichtlich. Aus Rosetta wurde nun ein gusseiserner  Titan von Globe fire.
Ofen
Wenn man etwas mehr Geld übrig hat, ist es wahrscheinlich sinnvoll, sich bei einem Ofensetzer einen Herdofen nach Wunsch bauen zu lassen – wir haben den Titan jetzt erst einmal geordert.

kurzer Blick ins Bad

Weil die Fliesen so traumhaft schön sind, hier schon mal ein klitzekleiner Blick in das beinahe fertige Bad!
Die Elektrik ist nun auch komplett, Schalter & Co. sind dran. Auf geht’s zum Lampenladen!
Und Tadaaa: das Fenster wurde heute gewechselt. Morgen noch die Verkleidung flugs angebracht – dann isses so richtig schick.
Das Baugeschehen geht langsam aber sicher dem Ende entgegen…

 

Geduld ist eine Tugend…

… und wir üben uns darin.
Nachdem es zu Beginn des Hausbaus so schnell ging, dass wir einander manchmal kneifen mussten, damit uns nicht schwindelig wird, bremsen uns im Augenblick die Spezialisten für Sanitär und Elektrik aus. Seit der Freigabe des Hauses für die Eigenleistungen ist der Schwung scheinbar raus. Jedenfalls bei diesen beiden Gewerken stehen wir auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben. Wie lange es gedauert hat, bis die Heizung installiert und angeschlossen war! Da war der Estrich schon lange luftgetrocknet.
Im Augenblick warten wir und der Fliesenleger auf den Einbau der Wanne und der Dusche.

Die Elektriker müssen einen Lichtschalter im HWR verlegen, da dieser direkt im Bereich des Ausgusswaschbeckens installiert wurde. Auch sonst ist die Elektrik schon lange bereit zur finalen Montage.
Da werden Termine angekündigt, die dann verstreichen, ohne dass abgesagt wird.
Ich finde, es ist grundsätzlich kein Problem, wenn es mal etwas länger dauert. Aber diese Art der Unzuverlässigkeit macht schon recht mürbe.
Ach, und das richtige Fenster im Kinderzimmer 2 ist auch noch nicht da. Nachdem wir beim Bauleiter nachgehakt haben, steht der Einbautermin für Ende der nächsten Woche fest.
Vielleicht hat Akost uns anfangs zu sehr verwöhnt, was die Schnelligkeit betrifft…

Mit dem Fußbodenbelag ging es auch nicht so glatt wie gedacht. Ein Teil des Click-Vinyls hatte eine sogenannte Bananenform. Das bedeutet, die Planken waren aus dem rechten Winkel geraten und ließen sich daher nicht verlegen. Drei Wochen hat es gedauert, bis die Reklamation anerkannt und uns eine Ersatzlieferung geliefert wurde. Das nervt.

Aber das Ziel ist klar: wir wollen so schnell wie möglich fertig werden und einziehen. Ursprünglich war Ende April vorgesehen. Wir bleiben dran und wollen auf den letzten Metern den Mut nicht verlieren. Schluss mit der Meckerei und flugs zum Telefonhörer gegriffen…

Draußen wird es immer schöner. Nicht nur, weil die Sonne höher steigt. Die Gräben sind gegraben, der Boden geglättet, die erste Blumenwiese gesät. Die Natur erwacht und zwar mit Macht:

erste Küchenansicht

Heute kamen unsere Küchenmöbel an.
Säuberlich gestapelt liegen nun viele verschiedene große und kleine Kartons in unserer späteren Sofaecke und warten darauf, ausgepackt und aufgebaut zu werden.
Die Elektrogeräte kommen ein wenig später und die Arbeitsplatte lassen wir vom Tischler einbauen – sicher ist sicher!

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Der Fliesenleger hat begonnen, die Dusche im unteren Bad zu fliesen.
Ganz in Weiß und im großen Format ändern die Fliesen sofort den Raumeindruck.
Wir sind beeindruckt!

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Tor! Tor! Tooor!

Nein, Fußball haben wir nicht gespielt. Im Augenblick würde der Ball eh nicht weit rollen. Vor einigen Tagen kam ein Trecker vorbei, der sich unserer zerklüfteten Berg- und Tal-Landschaft angenommen hat. Er pflügte einmal quer über das Chaos, so dass wir nur noch mit der Harke die Feinarbeit zu erledigen brauchten. Sicher ist, dass es bei uns keinen englischen Rasen oder einen Golfplatz geben wird, aber für die erste naturnahe grüne Wiese sollte es allemal reichen.
Beinahe wäre dieser Beitrag bilderlos geblieben, weil meine Arme nach dem Harken die Kamera einfach nicht still genug halten konnten…

Grund zum Jubeln gab es heute noch mehr. Wir haben jetzt ein richtiges Tor!
Unsere rot-weiße Kette hat endgültig ausgedient, nachdem sie gefühlte 34.000 Mal zerrissen, überfahren und wieder geflickt wurde.